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Teilprojekt B1 The formation and interpretation of derived nominals des Sonderforschungsbereichs 732 Incremental Specification in Context

Projektleiter: Prof. Dr. Artemis Alexiadou, Prof. Dr. Klaus von Heusinger
Mitarbeiter: Regine Brandtner, Florian Schäfer
Zeitraum: 2006-2010

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Dieses Projekt behandelt die sprachübergreifend  sehr ausgeprägte Ambiguität (von Verben oder Wurzeln) abgeleiteter Nomen wie Absperrung, Übersetzung, Lenker etc.
Folgende Fragen sollen behandelt werden: Worin liegen die Ursachen dieser Ambiguität, speziell die Frage, ob dabei sowohl eine Unterspezifikation der Stämme als auch der Suffixe eine Rolle spielt; was sind die Kriterien, die im Kontext zur Disambiguierung  genutzt werden können; und allgemeiner, sollten alle Fälle von Ambiguität im nominalen Bereich gleich behandelt werden.
In dem Projekt wird zunächst die Hypothese verfolgt, dass die Ambiguität der von einem Verb abgeleiteten Nomen morpho-syntaktischen Beschränkungen unterliegt und daher anders geartet ist als die Ambiguität der von Wurzeln abgeleiteten Nomen (z.B. Schule), für die wir annehmen, dass sie das Ergebnis von Bedeutungsverschiebung (Coercion) ist. Dennoch ist dieses allgemeine Prinzip auch für bestimmte sekundäre Nominalisierungslesarten (z.B. Verwaltung als Institution/ Gebäude)  relevant, welche es gilt von primären abzugrenzen und zu klassifizieren.