Prof. Dr. Jaklin Kornfilt erhält Humbold-Forschungspreis

18. Februar 2011;

 

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat den mit 60000 Euro dotierten  Humboldt-Forschungspreis an die türkische Linguistin Prof. Dr. Jaklin Kornfilt für ihre herausragenden Leistungen in Forschung und Lehre verliehen. Im Rahmen dieser Auszeichnung hat sich die in den USA forschende Professorin für einen einjährigen Aufenthalt an der Universität Stuttgart entschieden, wo sie ab Herbst 2010 für ein Jahr Gast von Professor Klaus von Heusinger am Institut für Linguistik und im Forschungsverbund für Sprache und Kognition ist.

Professor Kornfilt wurde in Istanbul geboren und studierte in Heidelberg. Im Anschluss promovierte sie in Harvard, ihre Doktorväter sind keine geringeren als Noam Chomsky und Susumu Kuno. Sie selbst wurde zur führenden Sprachwissenschaftlerin des Türkischen und hat sowohl die theoretische Linguistik als auch die Typologie im Hinblick auf das Türkische und andere altaische Sprachen maßgeblich beeinflusst.

"Ich freue mich schon sehr darauf, die Arbeit über Spezifizität und Partitivität in den altaischen Sprachen mit Prof. Klaus von Heusinger weiterzuführen und mit Prof. Artemis Alexiadou über kleinasiatische Dialekte des Griechischen zu forschen“, sagt Kornfilt über ihre Pläne. Es ist ihr außerdem ein besonderes Anliegen, den Austausch zwischen jungen und etablierten Wissenschaftlern zu fördern: „Mein Aufenthalt in Deutschland wird 2011 auch das 8. Treffen der Konferenzreihe WAFL (Workshop on Altaic Formal Linguistics) nach Stuttgart bringen. Diese Veranstaltung wird das Interesse der jungen Wissenschaftler hier für altaische Sprachen wie Türkisch, Mongolisch, aber auch Koreanisch und Japanisch und deren theoriebezogene Analyse erweitern." Darüber hinaus wird sie eine Doktorarbeit zum Mongolischen in Stuttgart mitbetreuen.